Seminarkurs „Jüdische Geschichte“ - Film "Masel Tov Cocktail"

Am Freitag den 12.02.2021 hatte die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses „Jüdische Geschichte“ eine Onlineveranstaltung mit dem Filmregisseur Arkadij Khaet. Herr Khaet stellte uns seinen Film Masel Tov Cocktail vor und ist auf unsere Fragen eingegangen.

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Der 30 jährige Regisseur, der 1991 in Moldawien geboren wurde, kam kurz danach mit seiner Familie nach Deutschland und wuchs in Oberhausen auf.
Nach seinem Abitur absolvierte er seinen Bachelor of Arts im Studienfach Film und Fernsehen in Köln und belegt seit 2016 den Diplomstudiengang in Spielfilmregie an der Filmhochschule in Ludwigsburg.

Sein Film Masel Tov Cocktail reflektiert innerhalb von 30 Minuten viele bekannte Vorurteile und Klischees, die Juden in Deutschland täglich durchleben müssen. Inhaltlich geht es um den 16-jährigen jüdischen Jugendlichen Dima, der immer wieder an die historische Vergangenheit erinnert wird und dabei abwechselnd auf übertriebene Sympathie oder antisemitistische Bemerkungen stößt. Solche Erfahrungen bekommt er des Öfteren vor allem in der Schule zu spüren und will diese nicht einfach so auf sich sitzen lassen.

Die Hauptfigur Dima spricht im Laufe des Filmes immer wieder direkt zu den Zuschauern und berichtet aus seiner Perspektive auf unterhaltsame und ironische Weise. Herrn Khaet war es wichtig, eine ernste Thematik mit Humor zu behandeln und trotzdem Botschaften sowie Fakten einzubauen, die den Film interessant und Informativ gestalten.

Der Film richtet sich direkt an unsere Gesellschaft, die er zum Nachdenken bringen soll. Es soll kein Film sein in dem Juden in der Opferrolle dargestellt werden, sondern er will mit judentypischen Stereotypen brechen. Herr Khaet erwähnt auch, dass er selbst kein gläubiger Jude sei, aber trotzdem die meisten Szenen des Filmes selbst persönlich im Alltag erlebt hat und somit gut kennt.

Der Film ist, wie auch der Name es schon verrät, ein perfekter Cocktail Mix aus Unterhaltung, Fakten und Statistiken. Die Produktion des Films hat nach Aussage von Herrn Khaet etwa zwei Jahre gedauert, dabei haben die meisten Schauspieler/innen und Teammitglieder/innen zum größten Teil ehrenamtlich gearbeitet. Seine Filme haben mehrfach Auszeichnungen,
wie zum Beispiel 2016 und 2020 den Deutschen Menschenrechtsfilmpreis, erhalten.

Soraya Kreuz

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