Italienischer Gast an der Cotta-Schule:

Der Anti-Mafia-Aktivist Franco La Torre klärt wissbegierige Schüler*innen auf

Franco La Torre - Anti-Mafia-Aktivist

Am Freitag den 20. Mai traf der Anti-Mafia-Aktivist Franco La Torre auf Schüler*innen der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule. Er hielt einen Vortrag über die organisierte Kriminalität und bezog durch einige Fragen die Schüler*innen der Cotta-Schule mit ein. Er ist die richtige Person gewesen, um uns Schüler*innen tiefe Einblicke in die Machenschaften der wohl berühmtesten und berüchtigsten kriminellen Vereinigung der Welt zu geben.

Doch von Anfang an wies er darauf hin, dass es sich nicht um das Problem eines einzelnen Landes handelt, sondern um eines der Welt. Die Mafia sei längst kein typisches italienisches Problem. Er gab über ihre Verbreitung in ganz Europa Auskunft und erzählte uns, dass die Mafia komplizierter ist als gedacht. Sie beschäftige sich nicht nur mit dem Drogen-, Menschen- und Waffenhandel, sondern strebe nach Macht und wolle so viel wie möglich bestimmen. Sie entscheide zum Beispiel, wo ein Restaurant seine Lebensmittel kaufen müsse. Denn wenn der Besitzer es nicht so machen würde, müsse sein Restaurant schließen, und wenn ein Unternehmen zum Beispiel auf einem Grundstück etwas bauen wolle, könne es sein, dass die organisierte Kriminalität entscheide, welche Firma es bauen werde. Wenn das Unternehmen dies nicht so mache, werde es erpresst und müsse Schutzgeld bezahlen.

Franco La Torre - Veranstaltung in der Cotta-Schule

Die Mafia ist wie ein geheimer Verein, der das Ziel hat, einzig und allein Geld und Macht zu besitzen. Auch betonte Franco La Torre, dass von der organisierten Kriminalität nur dann gesprochen wird, wenn etwas Schlimmes, Gewaltsames passiert. Aber auch ohne gewaltsame Geschehnisse existiere die organisierte Kriminalität und mache leise ihre Geschäfte. Journalisten, führte er weiter aus, würden bedroht, weil sie über diese Ereignisse und das System dahinter schreiben. Anschließend erzählte La Torre uns, dass es bereits mafiöse Strukturen seien, wenn eine Fabrik, die bei der Produktion schädliche Chemikalien aussetzt, diese nicht richtig entsorgt, sondern auf Feldern mit angebautem Gemüse oder privaten Grundstücken, nur um Geld bei der Müllentsorgung zu sparen. La Torre resümierte, dass, um der organisierten Kriminalität ein Ende zu setzen und sie zu bekämpfen, es nicht nur einen Staat brauche, der Gesetze einführt, sondern die ganze Bevölkerung, die dabei helfe.

Franco La Torre empfahl dann noch zwei Serien, „Ozark“ und „Trapped”, die er selbst angeschaut habe und als gut bewerte, denn beide zeigen das Leben in der organisierten Kriminalität und wie das System dieser kriminellen Gruppen funktioniert.

(Schülerinnen Blerta Braha und Nicoletta Panissidi)

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